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Das 50jährige Professjubiläum feierte Schwester Maria Luitfriedis Steinmetz am vergangenen Wochenende in ihrer Heimatgemeinde Schwebenried. Im Alter von 21 Jahren trat die Jubilarin im Jhare 1953 in die Ordensgemeinschaft der Erlöserschwestern Würzburg ein. 1957 legte Schwester Maria Luitfriedis die Erstprofess ab und nur wenige Monate später erfolgte die Aussendung in die Mission. „Ich habe meinen damaligen Entschluß nie bereut und wollte immer einen Beruf ausüben, mit dem ich Menschen helfen konnte“, sagte die Ordensfrau an ihrem Festtag. Und selbst heute, mit 75 Jahren, wirkt Schwester Maria Luitfriedis weiterhin im Missionssitz Nanyamba in Tansania. Am 20. September diesen Jahres wird sie ihren Dienst im Gesundheitscentrum Nanyamba, das in unmittelbarer Nähe an der Grenze zu Mosambik liegt, wieder aufnehmen. Als mittlere von acht Geschwistern hatte Schwester Maria Luitfriedis zunächst den Beruf der Büroangestellten im St. Josefskrankenhaus in Schweinfurt erlernt. Als vom Mutterhaus ein Aufruf für die Tätigkeit in der Mission in Tansania kam, meldete sich die 21jährige und ließ sich zunächst zur Krankenschwester und Hebamme ausbilden. Damit war die Grundlage für ihren künftigen Dienst gelegt. Das Mutteraus der Erlöserschwestern in Würzburg gab dem Hilferuf des damaligen Bischofs von Tansania Gehör und entsendete im Jahre 1957 sieben Schwestern zum Aufbau einer Missioinsstation mit Gesundheitszentrum in das Land. „Als wir ankamen, standen wir vor einem Nichts. Mit Energie gelang es uns, nach und nach ein Gesundheitszentrum und eine Geburtsklinik zu errichten. Heute kommen täglich durchschnittlich 400 Personen zur Behandlung in die Ambulanz. „Unser Ziel war es von Anfang an, möglichst viele eingeborene medizinisch auszubilden, so dass die Leitung der Klinik mehr und mehr in deren Hände übergeben werden konnte“, so die Missionsschwester. Heute wird das Gesundheitscentrum von zehn afrikanischen und zwei weißen Ordensfrauen geführt. „Besonders stolz sind wir, dass wir seit unserem Wirken 40 afrikanische Schwestern mit Profess und Ausbildung haben.“ Hauptaufgabengebiet in der Gesundheitssorge ist nach wie vor die Behandlung von Malaria-, Aids- und Wurmerkrankten. Eine große Not stellten die Schwestern bei Ihrem Eintreffen in Tansania im Bereich der Geburtshilfe fest. „Seit wir die Geburtshilfestationi errichtet haben, ging die Frauensterblichkeit bei der Geburt enorm zurück. Damit konnten wir das Vertrauen der afrikanischen Bevölkerung gewinnen.“ „Das Schwerste, das wir bei der Ankunft zu überwinden hatten, was die naive und teilweise sture Einstellung, die unter den Eingeborenen herrschte. „Woodo-Zauber und die Überwindung der alten Ritualen mußten mit langem Atem ausgehalten werden. Das war so manchesmal depremierend“. In Zeiten absoluter Erschöpfung konnte Schwester Maria Luitfriedis ins Mutterhaus zurückkehren, um Kraft zu schöpfen für den schweren Dienst in der Mission. „Durchschnittlich alle drei Jahre sind die Kräfte aufgebraucht. Dann muß man lernen, für sich zu sorgen. Hier hilft die Auszeit im Mutterhaus, bei die Erholung von Geist und Seele an vorderster Stelle stehen.“ Den Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie Steinmetz und zu ihrer Heimatgemeinde Schwebenried hat Schwester Maria Luitfriedis immer aufrecht gehalten. 'Während der Heimaturlaube hat sie mit Diavorträgen über die Arbeit informiert und so manche Spende mit in die Mission nehmen können. Für ihren großartigen Dienst, den Schwester Luitfriedis seit über 50 Jahren leistet, ehrte Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz die Jubilarin mit einer Ehrenurkunde und einem Präsent der Stadt Arnstein.
Pfarrer Adam Lach, der derzeit die Urlaubsvertretung in der Pfarrei St. Michael in Schwebenried ausübt, dankte der Ordensfrau für ihren Einsatz für die vielen Menschen, die in größter Not leben. Pfarrer Christoph Klein weilte der offiziellen Professfeier im Mutterhaus der Erlöserschwestern im Juli bei. Stellvertretend für die Kirchengemeinde übergab Pfarrgemeinderatsvorsitzende Paula Ziegler einen Blumenstrauß. „Wir wünschen uns, dass Du immer wiedernach Schwebenried zurückkehrst um auch dort Kraft zu tanken“, sagte Paula Ziegler. „Denn wir wissen uns mit Dir eng verbunden“.
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