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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwebenried
In angenehm lockerer Atmosphäre ließen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwebenried bei der Jahreshauptversammlung das zurückliegende Jahr Revue passieren. Ehe Schriftführer Florian Pfeffermann seinen Bericht verlas, gedachten die Versammelten der zwei verstorbenen Mitglieder. In seinem Bericht erinnerte Frank Nöth an die Ereignisse aus der Sicht des Vereins. Im Februar sowohl des letzten Jahres, als auch schon in diesem Jahr, wurde gemeinsam mit der DJK eine Skifahrt nach Obertauern organisiert, bei der jeweils rund fünfzig Teilnehmer zu zählen waren.

Im September fand das alljährliche Floriansfest statt und im Dezember beteiligte sich die Feuerwehr mit zwei Ständen am dritten Schwebenrieder Adventsmarkt. Kurz vor Weihnachten wurde noch der Jahresabschlussabend für alle aktiven und passiven Mitglieder abgehalten. Der Vorsitzende gab den Versammelten auch einen Einblick in die getätigten Investitionen. So wurde einen neue Signalanlage angeschafft und im Feuerwehrhaus ein Zwischenboden eingebaut, der als Stauraum dient. Weiterhin wurde eine neuwertige, gebrauchte Industriespülmaschine gekauft. In diesem Jahr wurden bereits sechzehn Überhosen angeschafft. Besonders stolz präsentierte Frank Nöth die geschriebene Geschichte des Vereins, die von Karina Mützel von der altdeutschen Schrift abgeschrieben wurde. So können nun alle Geschehnisse ab dem Gründungsjahr 1875 bis zum Jahr 1959 nachgelesen werden. „Lediglich aus der Zeit des zweiten Weltkrieges fehlen einige Seiten“ so Frank Nöth. Er informierte außerdem darüber, dass die Stadt Arnstein im letzten Jahr beschlossen hat, die Beiträge zum Kreisfeuerwehrverband zu fünfzig Prozent zu übernehmen. Zum Abschluss gab der Vorsitzende noch einen Ausblick auf die geplanten Investitionen und Aktivitäten in diesem Jahr. So soll eine starke Tauchpumpe gekauft und der Saalboden im Feuerwehrhaus versiegelt werden. Weiterhin halten die Verantwortlichen Ausschau nach einem Ersatz für den derzeitigen VW-Bus. Im Mai steht ein Festbesuch in Neubessingen und im September ein Festbesuch in Gänheim auf dem Plan. Im September wird wieder das Floriansfest gefeiert und im Dezember der Jahresausklangabend. Auch für 2011 haben die Feuerwehrler bereits wieder eine Skifahrt geplant, dann geht es ins Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Ebenso ausführlich wie der Vereinsvorsitzende, erörterte der erste Kommandant Stephan Körner die Geschehnisse. Die Wehr wurde im vergangenen Jahr zu vier Ernstfällen gerufen. So zum Brand einer Scheune in Schwebenried und zum Brand der Vogelmühle in Reuchelheim. Weiterhin wurden bei einem Unfall auf der B26 technische Hilfe geleistet und die Rettungsarbeiten nach dem Unwetter im Juli in Arnstein unterstützt. Außerdem wurde die Sicherheitswache beim DJK-Fest abgehalten sowie die Verkehrsregelung beispielsweise beim Festumzug der DJK, der Fronleichnamsprozession, dem Martinsumzug und der Wallfahrt. Die aktive Wehr, der derzeit 54 Mitglieder, darunter eine Frau, angehören, absolvierten außerdem zahlreiche Übungen sowie theoretische Ausbildungsstunden. Einige Mitglieder nahmen am Atemschutzlehrgang, Truppführerlehrgang oder der Gruppenführerausbildung teil. Stephan Körner informierte, dass neue Atemschutzgeräte und -masken angeschafft werden konnten. Für 2010 stehen wieder Ausbildungs- und Übungstermine auf dem Plan. Außerdem werden Leistungsprüfungen und ein Erste-Hilfe-Kurs abgehalten. Der Kommandant erläuterte, dass die integrierte Leitstelle seit Ende Februar eingerichtet ist und im Rettungsfall nun die 112 zu wählen sei, auch bei medizinischen Problemen. Einzeln gegliedert ist nun nur noch der Polizeinotruf mit der Nummer 110. Die beiden Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Schwebenried, Frank Nöth und Stephan Körner bedankten sich beide bei der Stadt Arnstein, Kreisbrandinspektor Manfred Brust, Kreisbrandmeister Georg Rumpel, der Vorstandschaft und allen Aktiven für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Jugendwart Armin Hettrich informierte, dass die Jugendwehr nach dem Übergang von drei Jugendlichen in die aktive Wehr derzeit nur noch zwei Miglieder zählen kann. Er berichtete über die Aktivitäten der Jugendlichen im vergangenen Jahr und dass in Kürze vermehrt um Nachwuchs geworben werden soll. Kassier Günter Hettrich erläuterte die Einnahmen und Ausgaben. Nach ihrer Erklärung, dass die Kasse ordentlich und fehlerfrei geführt wurde, beantragten die Kassenprüfer Elmar Rettner und Alfred Göbel die Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erteilt wurde. Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz dankte den Mitgliedern und Verantwortlichen für ihr Engagement. „Es macht mich stolz, so gute Leute zu haben“. Sie lobte sowohl die Ausbildung, als auch das Vereinswesen. Zum Abschluss ihrer Grußworte informierte die Bürgermeisterin noch über den Stand der Feuerwehren der Großgemeinde, die außer Binsbach, hinsichtlich der Ausstattung gut aufgestellt seien. Kreisbrandinspektor Manfred Brust, der am Sonntag, 14. März, das Amt des Kreisbrandrates übernimmt, erläuterte auch seine neuen Aufgaben und versprach, auch weiterhin präsent bleiben zu wollen. „Ihr habt sehr viele Aktionen, gute Strukturen und einen guten Altersdurchschnitt“ so der KBI, auch im Namen des KBM Georg Rumpel, lobend. Auch er ließ die Einsätze des vergangenen Jahres noch einem Revue passieren. Manfred Brust appellierte an die Vernunft der Feuerwehrler und nannte es verrückt, was Menschen heute risikieren würden. So seien bereits eine Stunde nach dem Unwetter in Arnstein, Binsbach und Gänheim Bilder im Internet zu sehen gewesen. „Die Leute, die die Aufnahmen gemacht haben, haben sich in höchste Gefahr gebracht“ so der KBI warnend. Er informierte ebenfalls ausführlich über die neue Rettungsleitstelle und wünschte der Feuerwehr eine ebenso gute, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Kreisbrandinspektor, wie es mit ihm gewesen ist. Über ein großes Dankeschön konnte sich Herbert Walter freuen. Fünfundzwanzig Jahre lang hatte er das Amt des ersten Jugendwartes inne und bildete in dieser Zeit 99 Buben und Mädchen zu guten Feuerwehrlern aus. Er bekam neben einer Dankurkunde einen Präsentkorb sowie einen Gutschein für das Feuerwehr-Erholungsheim in Bayrisch Gmein überreicht. „Ich möchte die Zeit nie missen und bin stolz auf die vielen Kinder und Jugendlichen“ so der sichtlich bewegte und überraschte Herbert Walter.

Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Schwebenried dankten bei der Jahreshauptversammlung Herbert Walter für sein jahrelanges Engagement als erster Jugendwart. Von links: 1. Vorsitzender Frank Nöth, Kreisbrandinspektor Manfred Brust, Herbert Walter, Jugendwart Armin Hettrich, erster Kommandant Stephan Körner und Kreisbrandmeister Georg Rumpel.
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